So schmerzhaft eine Beziehungskrise ist, sie birgt auch Entwicklungspotenzial. Viele Paare berichten rückblickend, dass die Krise ein Wendepunkt war. Entweder, weil sie neue Wege gefunden haben, miteinander umzugehen, oder weil sie eine klare Entscheidung treffen konnten, die langfristig entlastend war.
Eine Krise zwingt dazu, innezuhalten und bisher Selbstverständliches zu hinterfragen. Was trägt uns wirklich? Was ist Gewohnheit, was echte Verbundenheit? Diese Fragen sind unbequem, aber notwendig. Ohne Krise bleiben viele Themen im Verborgenen und wirken unterschwellig weiter.
Die Frage „Beziehungskrise – was tun?“ lässt sich deshalb nicht mit einem allgemeinen Rezept beantworten. Sie verlangt nach Ehrlichkeit, Zeit und manchmal auch Mut. Mut, sich selbst zu begegnen, Mut, dem anderen zuzuhören, und Mut, Unterstützung anzunehmen.